Mord in den Alpen Kapitel Eins

Veröffentlicht am 25. Juni 2026 um 20:01

Alle sind nochmals verdächtig in der Fortsetzung zu Mord im Klassenlager!

 

Diese Geschichte habe ich schon seit über 10 Jahren in meinem Kopf herumgetragen, und nun habe ich sie endlich aufgeschrieben. Wie bei Mord im Klassenlager diente ein Klassenausflug als Inspiration für den Schauplatz als Ausgangslage für eine fiktive Geschichte über den Schüler namens Jens, der die Erlebnisse aus seiner Sicht beschreibt. Mord im Klassenlager ist momentan nicht verfügbar weil ich es noch überarbeite, doch Mord in den Alpen kann man als eine eigenständige Geschichte lesen.


Jens ist zurück! Doch er wird vom Pech verfolgt: Zuerst hat er für die Wahl des Ferienlagers zu lange überlegt und landet unerwünscht in einer zerfallenen Alphütte bei einem Kurs über Alpenkräuter. Viel schlimmer ist allerdings, dass er wieder mitten in einen Mordfall gerät. In dem isolierten Dorf das von den zehn Trinkkumpanen geleitet wird, geht schon seit Jahren der Mythos um von einem Biest namens dem Muxil! Kurz nachdem Jens mit den anderen Kursteilnehmerinnen eintrifft, will es offenbar seine Mordserie fortzusetzen. Jens hat keinen Durchblick mehr, kann ihm die alte Seherin Heidi helfen und kann er wenigstens in der Liebe einen Glückstreffer landen?

Begleite Jens auf seinem neuen Abenteuer Mord in den Alpen!

 

Lies hier Kapitel Eins: Der Aufzug in den Himmel

 

Ich drückte auf den Knopf und der Aufzug setzte sich in Bewegung. Es war ein gläserner Aufzug, sodass man in jede Richtung sehen konnte. Ich blickte nach unten.

«Du hast doch nicht Höhenangst?» fragte Mike.

Ausgerechnet Mike stand neben mir auf der Reise nach oben. Er gehörte zu einem Trio von Schülern, die als Nervensägen bekannt waren. Auch wenn er von ihnen die Säge war, die am wenigsten nervte. Auf dem Weg in die Alpen hatten wir uns bisher kaum unterhalten.

Wie war ich hier in den Alpen gelandet?

Nun, vor ein paar Monaten mussten alle Schüler unserer Schule sich für einen Ferienlagerkurs einschreiben. Es gab genügend zur Auswahl. Ich hatte das Einschreiben vor mich hergeschoben, weil ich noch genau überlegen wollte welcher Kurs am besten zu mir passt. Und so kam es das ich zu lange überlegt hatte und das Datum der Frist auf einmal vor mir stand; um 8 Uhr morgens. Ich rannte also die Halle der Schule um 5 Minuten vor 8 Uhr hinunter um mich einzutragen. Als ich am Anschlagbrett ankam stellte sich heraus, dass alle interessanten Kurse schon ausgebucht waren. Bis auf einen Kurs. Nur dort hatte es noch Platz, also schrieb ich meinen Namen neben dem einzigen anderen Schüler unserer Schule der sich dort eingetragen hatte, nämlich Mike.

«So Jens», sagte dann mein Lehrer Herr Martin. «Du hast dich also für den Kurs Alpenkräuter eingetragen. Du wirst alles über Alpenkräuter lernen und deine eigenen Mixturen zubereiten und das auch noch in einer alten Alphütte.» Das las er vom Kursblatt ab. «Ich hätte irgendwie nicht erwartet, dass sowas zu dir passt. Aber ich habe dich beim letzten Lager auch unterschätzt. Du wirst bestimmt ein grosser Braumeister von Mixturen. Doch jetzt muss ich mich erst einmal, um das Lehrerzimmer kümmern, jemand hat es unter Wasser gesetzt.»

Ja, das passiert, wenn man Sachen vor sich hinschiebt.

 

Warum aber auch der Technik und wissbegierige Mike an einem Kurs über Alpenkräuter dabei war wusste ich nicht. Also fragte ich ihn jetzt im Aufzug.

Mike richtete seine schwarzen Haare und schob seine grosse Hornbrille zurecht, während er seine Antwort überlegte. «Ach, ich wollte von Daniel und Nelson wegkommen. Ihr letzter Streich an Herrn Martin ist zu weit gegangen. Hier oben kann ich alleine sein. Ich dachte niemand meldet sich für diesen Kurs an. Ist ‘ne andere Welt. Eine Technikpause kann auch ganz guttun, weisst du… und wenn nicht, habe ich meinen Kram vorsorglich eingepackt.»

Er deutete auf seinen schwarzen Koffer.

«Kein Technikverbot wie beim letzten Lager zum Glück. Ich dachte niemand meldet sich für diesen Kurs an, aber im letzten Moment…»

Er schenkte mir ein lächeln.

«Ja, ich wollte mir meine Wahl gut überlegen und habe mir Zeit genommen für meine Entscheidung», erklärte ich knapp.

«Wie man hört hast du den Mörder gestellt beim Lager…» begann Mike.

War das ein Hauch von Bewunderung in seiner Stimme? Ich versuchte ihm so gut zuzuhören wie ich konnte, trotz meiner momentanen Höhenangst. Ich warf wieder einen Blick zu meinen Füssen. Sie schienen dank des gläsernen Liftes in der Luft zu schweben.

Mike sah hinüber. «Schau lieber nach oben.»

Ich tat es. Es war als würden wir uns in den endlosen Himmel begeben. Ich wagte die Aussicht zu erblicken. Berge reihten sich nebeneinander. Die Gipfel der Alpen hoben ihre Häupter im Sommer. Wir schwebten über den Wolken und die Sonne streckte ihre Arme nach dem Aufzug aus. Auf einmal wurden wir durchgeschüttelt und hörten auf uns zu bewegen.

«Was ist los?», fragte ich panisch. «Ist der Aufzug defekt?»

«Wir sind angekommen», antwortete Mike gelassen.

Ich war erleichtert, als wir endlich ausstiegen. Wir waren oben in den Alpen angekommen.

Jemand hatte uns bereits erwartet.

 

 Den Rest der Geschichte findest du hier: